PVGIS kostenlos: So planst du deine PV-Anlage smart

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Wer eine Photovoltaikanlage plant, stellt sich früh eine entscheidende Frage: Wie viel Strom kann meine Anlage an meinem Standort tatsächlich erzeugen? Genau hier kommt PVGIS kostenlos ins Spiel – ein leistungsfähiges Online-Werkzeug der Europäischen Kommission, das Hausbesitzern, Eigenheimbesitzern und Vermietern in Deutschland präzise Ertragsdaten liefert, ohne dass eine Registrierung oder Zahlung erforderlich ist.

Das Tool basiert auf jahrzehntelangen Strahlungsmessdaten aus Satellitendatenbanken und erlaubt es, den erwarteten Solarstrom-Ertrag einer Anlage standortgenau zu simulieren. Wer die Software richtig versteht und einzusetzen weiß, kann damit bereits vor dem ersten Gespräch mit einem Installateur fundierte Entscheidungen treffen. Photovoltaikanbieter.com erklärt Ihnen in diesem Leitfaden Schritt für Schritt, wie Sie PVGIS optimal nutzen, was die Ergebnisse bedeuten – und wo die Grenzen des Tools liegen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was PVGIS ist, wie die kostenlose Nutzung funktioniert, welche Eingaben Sie benötigen und wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren. Außerdem zeigen wir, wie Sie PVGIS als Grundlage für einen fundierten Solaranlage-Vergleich nutzen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • PVGIS ist ein kostenloses Online-Tool der Europäischen Kommission zur Berechnung des Solarertrags – ohne Anmeldung nutzbar.
  • Die Software liefert standortgenaue Strahlungsdaten, Neigungswinkel-Simulationen und stündliche Erzeugungsprofile.
  • Für eine präzise Berechnung benötigen Sie: Standort, Modulneigung, Ausrichtung, installierte Leistung und Systemverluste.
  • PVGIS eignet sich ideal zur Vorplanung – ersetzt jedoch keine professionelle Wirtschaftlichkeitsberechnung durch einen Fachbetrieb.
  • Die Ergebnisse lassen sich als Grundlage für Angebote, Fördermittelplanung und den Vergleich verschiedener Anlagenkonfigurationen verwenden.
Techniker arbeitet an einer Photovoltaikanlage – Planung mit PVGIS kostenlos möglich

Was ist PVGIS und wer steckt dahinter?

PVGIS – ausgeschrieben Photovoltaic Geographical Information System – ist ein kostenloses Webportal des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission. Es berechnet auf Basis georeferenzierter Strahlungsdaten, wie viel Solarenergie eine Photovoltaikanlage an einem bestimmten Standort erzeugen kann.

Die technische Grundlage: Woher kommen die Daten?

PVGIS greift auf mehrere Satellitendatenbanken zurück, die je nach Region unterschiedlich sind. Für Deutschland und Europa wird überwiegend die SARAH2-Datenbank verwendet, die Messwerte über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren bündelt. Diese Langzeitdaten machen die Berechnungen besonders zuverlässig, weil kurzfristige Wetterschwankungen statistisch ausgeglichen werden.

  • PVGIS-SARAH2: Europa, Afrika und Zentralasien – die Standard-Datenbank für Deutschland
  • PVGIS-ERA5: Nordische Länder und Regionen mit weniger Satellitendaten
  • PVGIS-NSRDB: Nord- und Südamerika

Zusätzlich werden typische meteorologische Jahresdatensätze (Typical Meteorological Year, TMY) angeboten – das sind synthetische Jahresdatensätze, die einen statistisch „normalen“ Jahresverlauf abbilden. Für die Planung einer PV-Anlage mit Speicher sind insbesondere die stündlichen Einstrahlungsprofile wertvoll.

Für wen ist das Tool geeignet?

PVGIS richtet sich an alle, die eine Photovoltaikanlage planen oder bewerten möchten – vom Eigenheimbesitzer über den Vermieter bis hin zum Energieberater. Vorkenntnisse in Solartechnik sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert und erklärt die wichtigsten Parameter verständlich.

  • Hausbesitzer, die einen ersten Überblick über ihr Solarpotenzial erhalten möchten
  • Vermieter, die den Ertrag einer Dachanlage für Mieterstrommodelle berechnen wollen
  • Investoren, die verschiedene Standorte und Konfigurationen vergleichen
  • Energieberater und Planer als Vorabschätzung vor einer detaillierten Simulation

Wie nutze ich PVGIS kostenlos – Schritt für Schritt?

Die Nutzung von PVGIS ist vollständig kostenlos und ohne Registrierung möglich. Sie rufen das Tool direkt über den Browser auf, geben Ihre Anlageninformationen ein und erhalten sofort Ergebnisse. Der gesamte Prozess dauert in der Regel unter zehn Minuten.

Schritt 1: Standort festlegen

Nach dem Öffnen der PVGIS-Oberfläche wählen Sie zunächst Ihren Standort. Sie können entweder auf die interaktive Karte klicken oder eine Adresse direkt eingeben. PVGIS bestimmt dann automatisch die geografischen Koordinaten und wählt die passende Strahlungsdatenbank aus. Für Standorte in Deutschland ist das standardmäßig SARAH2.

💡 Tipp zur Standortwahl

Klicken Sie möglichst genau auf Ihr Grundstück oder Ihre Dachfläche. Bereits wenige Kilometer Unterschied können bei Hanglagen oder in Tälern zu abweichenden Einstrahlungswerten führen, da lokale Abschattungen durch Berge oder Hügel in die Daten einfließen.

Schritt 2: Anlagenparameter eingeben

Im nächsten Schritt geben Sie die technischen Parameter Ihrer geplanten oder bestehenden Anlage ein. Diese Angaben sind entscheidend für die Genauigkeit der Ergebnisse:

Installierte Leistung (kWp)

Geben Sie die geplante Modulleistung in Kilowatt-Peak an. Wenn Sie noch unsicher sind, hilft ein Blick auf unsere Übersicht zur kWp-Einheit, um die richtige Anlagengröße einzuschätzen.

Neigungswinkel

Der Neigungswinkel der Module gegenüber der Horizontalen. Für Schrägdächer in Deutschland liegt er typischerweise zwischen 25° und 45°. PVGIS kann auf Wunsch den optimalen Winkel für Ihren Standort automatisch berechnen.

Ausrichtung (Azimut)

0° entspricht Süden, –90° Osten und +90° Westen. Eine Südausrichtung liefert in Deutschland den maximalen Jahresertrag, aber auch Ost-West-Konfigurationen haben ihre Vorteile bei der Eigenverbrauchsoptimierung.

Systemverluste

Hier fließen Verluste durch Kabel, Wechselrichter und den Wirkungsgrad der Module ein. PVGIS setzt standardmäßig 14 % an, was für moderne Anlagen ein realistischer Wert ist.

Schritt 3: Ergebnisse lesen und exportieren

Nach der Berechnung zeigt PVGIS den geschätzten Jahresertrag in kWh, aufgeschlüsselt nach Monaten. Sie erhalten außerdem Informationen zur Globalstrahlung am Standort sowie zum Performance Ratio der Anlage. Alle Daten lassen sich als CSV-Datei oder PDF exportieren – ideal, um sie für Vergleichsgespräche mit Installateuren zu nutzen.

Solarmodul wird auf einem Hausdach installiert – PVGIS hilft bei der Ertragsplanung

Was sagen die PVGIS-Ergebnisse wirklich aus?

Die PVGIS-Ausgabe gibt den statistisch zu erwartenden Jahresertrag an – basierend auf historischen Wetterdaten über viele Jahre. Das ist kein Versprechen für ein konkretes Jahr, sondern ein langjähriger Durchschnittswert. Tatsächliche Erträge können je nach Wetterverlauf um ±10 bis 15 % schwanken.

Monatliche Ertragskurve: Sommer dominiert, Winter zählt trotzdem

Die Monatsauflösung zeigt deutlich, dass in Deutschland rund 70 % des Jahresertrags in den Monaten April bis September erzeugt werden. Im Winter – besonders Dezember und Januar – liegen die Erträge bei nur etwa 5–8 % des Jahresgesamtwerts. Wer einen PV-Speicher plant, sollte diese saisonale Asymmetrie bei der Dimensionierung berücksichtigen.

„Langfristige Simulationsergebnisse aus PVGIS weichen im Durchschnitt weniger als 5 % von tatsächlich gemessenen Anlagenerträgen ab – sofern die Eingabeparameter korrekt gesetzt werden.“

Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission

Performance Ratio: Was verrät dieser Wert?

Der Performance Ratio (PR) beschreibt das Verhältnis des tatsächlich nutzbaren Ertrags zum theoretisch möglichen Ertrag bei idealen Bedingungen. Ein PR von 75–85 % ist für gut geplante Anlagen in Deutschland realistisch. PVGIS berechnet diesen Wert automatisch und hilft so dabei, Verluste durch Verschattung, Temperatur oder Systemkomponenten zu verstehen. Regelmäßiges Reinigen der Solarmodule kann den tatsächlichen PR im Betrieb positiv beeinflussen.

PVGIS im Vergleich: Stärken und Grenzen des kostenlosen Tools

PVGIS ist für die Vorplanung hervorragend geeignet, hat aber auch klare Grenzen. Die folgende Tabelle zeigt, wofür das Tool sich eignet – und wo professionelle Software oder ein Fachbetrieb überlegen ist.

Kriterium PVGIS (kostenlos) Professionelle PV-Simulation
Kosten Kostenlos, keine Registrierung Kostenpflichtig (oft im Planungsauftrag enthalten)
Standortgenauigkeit Gut (Satellitenbasiert, SARAH2) Sehr hoch (inkl. Horizontverschattung)
Verschattungsanalyse Begrenzt (nur globale Daten) Detailliert (3D-Modell, Echtzeit-Schatten)
Speicher-Simulation Nicht integriert Vollständig möglich
Wirtschaftlichkeitsrechnung Nicht direkt verfügbar Komplett mit Amortisation und Rendite
Exportoptionen CSV, PDF, JSON Professionelle Berichte
Nutzbarkeit Einfach, browserbasiert Erfordert Fachkenntnis

Für eine vollständige Planung empfiehlt Photovoltaikanbieter.com, PVGIS als ersten Orientierungsrahmen zu nutzen – und die Ergebnisse anschließend durch einen qualifizierten Installateur mit einer detaillierten Simulation zu verfeinern. Besonders die Verschattungsanalyse durch Bäume, Nachbargebäude oder Gauben ist ein Aspekt, den PVGIS nicht vollständig abbilden kann.

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Wirtschaftlichkeit

PVGIS liefert Ertragsdaten, aber keine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung. Für eine belastbare Einschätzung zu Amortisation, Eigenverbrauchsquote und Rendite sollten Sie zusätzlich einen Wirtschaftlichkeitsrechner für Photovoltaik nutzen – dieser berücksichtigt auch Strompreise, Fördermittel und Finanzierungsoptionen.

PVGIS und der PVGIS Online Rechner: Was ist der Unterschied?

Neben dem offiziellen EU-Tool gibt es auch verschiedene kommerzielle Anbieter, die PVGIS-Daten als Grundlage für eigene Rechner nutzen. Diese können zusätzliche Funktionen bieten – etwa die direkte Integration einer Speicherkalkulation oder Wirtschaftlichkeitsprognosen. Eine ausführliche Erklärung, wie Sie den PVGIS Online Rechner für Ihre PV-Planung einsetzen, finden Sie in unserem weiterführenden Artikel dazu.

Wie genau ist die kostenlose PVGIS-Simulation für Deutschland?

Für Deutschland liefert PVGIS sehr zuverlässige Ergebnisse, weil die SARAH2-Datenbank auf einer lückenlosen Satellitenbeobachtung basiert. Abweichungen entstehen hauptsächlich durch lokale Faktoren, die das Modell nicht erfassen kann – etwa Dunst in Industrieregionen, Nebel in Tälern oder lokale Bebauung.

Typische Jahreserträge nach Region

Die Globalstrahlung – und damit der PV-Ertrag – variiert in Deutschland erheblich. Generell gilt: Je weiter südlich, desto höher die Einstrahlung. Dabei sind die Unterschiede zwischen einer Anlage in Bayern und einer in Schleswig-Holstein durchaus relevant für die Rentabilität:

  • Bayern/Baden-Württemberg: ca. 1.050–1.200 kWh/kWp pro Jahr
  • Hessen/Rheinland-Pfalz: ca. 970–1.100 kWh/kWp pro Jahr
  • NRW/Niedersachsen: ca. 900–1.000 kWh/kWp pro Jahr
  • Schleswig-Holstein/Hamburg: ca. 850–950 kWh/kWp pro Jahr

Diese Werte sind Richtwerte für eine optimal ausgerichtete Südanlage mit 30° Neigung. PVGIS berechnet standortspezifisch und berücksichtigt dabei Höhenlage und Breitengrad automatisch. Die tatsächlichen Kosten einer Photovoltaikanlage und der Ertrag müssen immer gemeinsam betrachtet werden, um die Wirtschaftlichkeit beurteilen zu können.

Einfluss der Modulausrichtung auf den Ertrag

Eine der wertvollsten Funktionen von PVGIS ist die Möglichkeit, verschiedene Ausrichtungen direkt zu vergleichen. So lässt sich schnell erkennen, wie stark eine Ost- oder Westausrichtung den Jahresertrag gegenüber Süden reduziert – und ob sich eine Ost-West-Aufteilung des Daches für den Eigenverbrauch lohnt. Für Hausbesitzer mit einem Flachdach bietet PVGIS die Option, den optimalen Aufständerungswinkel zu ermitteln.

Handwerker auf einem Hausdach bei der Installation einer Photovoltaikanlage

Von der PVGIS-Simulation zur echten Anlage: So geht’s weiter

Die PVGIS-Berechnung ist ein wertvoller erster Schritt – aber kein Abschluss der Planung. Wer die Ergebnisse sinnvoll nutzen möchte, sollte sie als Gesprächsgrundlage für Angebotsgespräche mit Installateuren verwenden. Kennen Sie Ihren zu erwartenden Jahresertrag, können Sie Angebote viel gezielter vergleichen und einordnen.

Was nach PVGIS folgt: Die nächsten Schritte

  • Verschattungsanalyse durch einen Fachbetrieb (Horizontvermessung vor Ort)
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung mit aktueller Einspeisevergütung und Eigenverbrauchsquote
  • Angebote von mehreren Installateuren einholen und vergleichen
  • Fördermöglichkeiten prüfen – z. B. über das KfW-Programm 270
  • Speicherdimensionierung auf Basis der PVGIS-Ertragskurve planen

Eigenverbrauch optimieren mit PVGIS-Daten

Die stündlichen Ertragsdaten aus PVGIS helfen dabei, den Eigenverbrauch zu maximieren. Wenn Sie wissen, zu welchen Tageszeiten Ihre Anlage die meiste Energie erzeugt, können Sie verbrauchsintensive Geräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Wärmepumpe gezielt in diese Zeitfenster legen. In Kombination mit einem Speicher lässt sich der Eigenverbrauchsanteil auf 60–80 % steigern – je nach Haushaltsgröße und Verbrauchsprofil.

bis 80 %
Eigenverbrauchsanteil mit optimierter PV-Anlage und Speicher erreichbar

< 5 %
Durchschnittliche Abweichung von PVGIS-Prognosen zu Realerträgen (bei korrekten Eingaben)

0 €
Kosten für die Nutzung von PVGIS – vollständig kostenlos und ohne Registrierung


Fazit: PVGIS kostenlos als unverzichtbares Planungswerkzeug

Wer eine Photovoltaikanlage plant, sollte PVGIS als festen Bestandteil seiner Vorbereitungsphase betrachten. Das Tool ist kostenlos, wissenschaftlich fundiert und liefert für deutsche Standorte sehr zuverlässige Ertragsschätzungen. Mit den richtigen Eingabewerten erhalten Sie in wenigen Minuten eine solide Grundlage für alle weiteren Planungsschritte – von der Angebotsprüfung bis zur Speicherdimensionierung.

Gleichzeitig gilt: Eine PVGIS-Simulation ersetzt keine professionelle Planung durch einen qualifizierten Fachbetrieb. Lokale Verschattung, individuelle Dachgeometrie und die vollständige Wirtschaftlichkeitsberechnung erfordern zusätzliche Expertise. Nutzen Sie die kostenlosen Ertragsdaten als informierte Basis – und holen Sie sich dann kompetente Unterstützung dazu.

Jetzt Angebote vergleichen und das Beste aus Ihrer PV-Anlage herausholen

Photovoltaikanbieter.com begleitet Sie von der ersten Ertragssimulation bis zur fertigen Solaranlage. Als unabhängige Vergleichsplattform im Bereich Energie & Solar helfen wir Ihnen, qualifizierte Installateure in Ihrer Region zu finden und Angebote transparent zu vergleichen – damit Sie die richtige Entscheidung treffen.

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Häufig gestellte Fragen

Ist PVGIS wirklich komplett kostenlos und ohne Registrierung nutzbar?

Ja, PVGIS ist ein vollständig kostenloses Webtool der Europäischen Kommission (Joint Research Centre). Es ist ohne Anmeldung, Registrierung oder Zahlung direkt im Browser nutzbar. Alle Funktionen – einschließlich Datenexport als CSV, PDF oder JSON – stehen kostenlos zur Verfügung.

Wie genau sind die kostenlosen PVGIS-Berechnungen für Standorte in Deutschland?

Für Deutschland nutzt PVGIS die SARAH2-Datenbank, die auf langjährigen Satellitenmessdaten basiert. Bei korrekten Eingabeparametern weichen die Prognosewerte im Durchschnitt weniger als 5 % von tatsächlich gemessenen Anlagenerträgen ab. Lokale Faktoren wie Verschattung durch Bäume oder Gebäude können das Ergebnis jedoch beeinflussen und sollten separat geprüft werden.

Welche Eingaben brauche ich für eine sinnvolle PVGIS-Simulation?

Für eine belastbare Simulation benötigen Sie mindestens: Ihren genauen Standort (Adresse oder Koordinaten), die geplante Anlagenleistung in kWp, den Neigungswinkel der Module sowie deren Ausrichtung (Azimut). Optional können Sie die Systemverluste anpassen – der Standardwert von 14 % ist für moderne Anlagen in der Regel realistisch.

Kann PVGIS auch die Wirtschaftlichkeit meiner PV-Anlage berechnen?

Nein, PVGIS liefert ausschließlich Ertragsdaten und keine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Für eine vollständige Analyse – inklusive Amortisationsdauer, Eigenverbrauchsquote und Renditeberechnung – sollten Sie einen spezialisierten Wirtschaftlichkeitsrechner für Photovoltaik nutzen. Photovoltaikanbieter.com empfiehlt, beide Tools zu kombinieren, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen PVGIS und einem professionellen PV-Simulationsprogramm?

PVGIS ist ein kostenloses Planungstool auf Basis von Satellitendaten – ideal für eine schnelle Erstschätzung. Professionelle Simulationsprogramme wie PVsyst bieten hingegen detailliertere Verschattungsanalysen auf Basis von 3D-Modellen, vollständige Speicher-Simulationen und wirtschaftliche Berechnungen. Für die Vorplanung ist PVGIS ausreichend; für die finale Anlagenplanung empfiehlt sich eine professionelle Simulation durch einen Fachbetrieb.

Kann ich PVGIS auch für ein Balkonkraftwerk oder eine kleine PV-Anlage nutzen?

Ja, PVGIS eignet sich grundsätzlich auch für kleine Anlagen wie Balkonkraftwerke. Sie geben einfach die entsprechend geringe Leistung (z. B. 0,8 kWp) sowie Neigungswinkel und Ausrichtung der Balkonbrüstung oder Fassade ein. Das Ergebnis gibt Ihnen eine realistische Schätzung der jährlichen Stromproduktion – und damit eine gute Grundlage für die Entscheidung, ob sich der Einsatz eines Speichers lohnt.